Alles andere

Donnerstag, 27. März 2008

Keine Frage: Unser Starfriseur ist Starfriseur Ahmet

Starfrisoer-Ahmet
Ohne Voranmeldung und trotzdem gut frisiert, das garantiert uns Starfriseur Ahmet (links)

Es soll Leute geben, die reisen extra nach Berlin, um sich die Haare von einem angeblichen Starfriseur richten zu lassen. Wir haben solche Reisen nicht nötig, für unsere sensiblen Frisuren bleiben wir in Bielefeld, denn unser Starfriseur ist Starfriseur Ahmet am Kesselbrink. Ahmet Kulata, wie er mit vollem Namen heißt (oben links im Bild), sowie seine engagierten Fachkräfte Mehmet Sungur (oben rechts im Bild) und Aras Ahmet schneiden, waschen und föhnen 12 Stunden am Tag, sechs Tage die Woche alle Köpfe, die sich ihnen vor die Scheren setzen. Und sie machen das gut. Wir haben es ausprobiert und sind sehr zufrieden. Schon beim Verlassen des Haarstudios pfiffen uns die Damen hinterher - so soll es sein.

Gestartet hat Starfriseur Ahmets Erfolgsgeschichte in den Pavillions am Kesselbrink, wo die Ursprungs-Filiale noch heute von seinem Bruder Ismail Kulata (Amtstitel: Chefassistent) betreut wird. Aber gleich um die Ecke brummt schon die zweite Kesselbrink-Filiale, die inzwischen sogar zur Hauptgeschäftsstelle avanciert ist. Starfriseur Ahmets wirtschaftlicher Aufstieg ist offensichtlich nicht zu bremsen. Selbstverständlich haben wir ihm und seinen Mannen unser Siegel Flaneur-geprüfter Starfriseur überreicht. Davon träumen angebliche Starfriseure in Berlin oder anderswo noch lange und vergeblich. Denn es gibt nur einen Starfriseur, und der wohnt in Bielefeld!

---> Starfriseur Ahmet, Kesselbrink 5, 33602 Bielefeld

Samstag, 15. März 2008

Was Francis Ford Coppola & Bielefeld gemein haben

Kuechenstudio-Pohl
Finger-Food-Zauberin Dorothee Schwinn, Geburtstagskinder Sabine & Sabine & Markus Pohl

Eine große Ehre für die Bielefelder Flaneure: Wir sind zu einer Geburtstagsfeier in Bielefelds erstaunlichster Küche eingeladen. Wir lesen: "1972 brachte Francis Ford Coppola den Paten ins Kino und Erich Pohl die Küche nach Bielefeld – das ist jetzt 36 Jahre her …" Wer solche Einladungen formuliert, der ist unser Freund. Empfangen werden wir von Erich Pohls wohlgeratenen Kindern - und einer vollen Breitseite Prosecco. Menschen mit intakten Geschmacksknospen wissen: Was unter dem Namen Prosecco ins Volk verklappt wird, ist gewöhnlich nichts weiter als ein gezuckertes Jauchederivat. Höflich nehmen wir ein Gläschen entgegen, schauen uns aber intuitiv nach Blumentöpfen um, wo man die Flüssigkeit unbemerkt entsorgen könnte. Und dann der schöne Schreck: Im Hause Pohl werden Flaschen just der 2% des Jahresausstoßes entkorkt, die den Namen Prosecco tatsächlich verdienen. Da stößt man gern an und lässt noch gerner nachgießen.

Doch das war nur der Start einer Kaskade schöner Überraschungen. Umgeben von illustren Gästen, die sich an einbeinigen Stehtischchen im Small Talk verkeilt haben, sowie von prächtigsten Küchenmöbeln, die uns im besten Sinne an eine Design-Ausstellung im Herforder MARTa erinnern, werkelt die nette Finger-Food-Mietköchin Dorothee Schwinn von der Front Cooking Akademie leichthändig mit Messer, Fleisch und Gemüse herum, so dass wir immer wieder kleine Teller mit kleinen Speisen gereicht bekommen, die so schmecken wie sie aussehen: fein-fein!

Auch die Firma Miele ist heute eingeladen. Natürlich hat sie ihren besten Mann zum Gratulieren geschickt. Jürgen Emas heißt er und holt sich schon beim zweiten Prickelprosecco hochgradig interessiert die besten Gastrotipps bei uns ab: "Wo war das noch mal mit den größten Schitzeln? Aha. Und was können Sie sonst noch empfehlen? Soso." Gern beschenken wir den sympathischen Feinschmecker mit unseren Fachkenntnissen, und er verspricht uns einen persönlichen Rapport, wenn er unsere Tipps mit seiner Frau abgeklappert hat.

Die fröhlichen Pohl-Kinder haben nicht viele Gäste eingeladen, aber die Gäste, die hier sind, haben es in sich: Wir lernen Lars Jauer kennen und beantworten erfreut seine aufmerksamen Fragen zu unserer Idee mit dem Ich-Denkmal. Er entpuppt sich nicht nur als DER Bielefelder Fachmann für Natursteine, sondern sagt uns aus dem Stand seine Unterstützung bei der Beschaffung und Bearbeitung des Denkmal-Steins zu - Freude, schöner Götterfunken! Spontan stecken wir ihm unseren Flaneur-Pin ans Revers und tauschen Visitenkarten mit ihm aus. Verdammt noch mal, Küchenstudio Erich Pohl ist offensichtlich in jeglicher Hinsicht einen Besuch wert! Dafür vergeben wir heute und weltweit einmalig unser Siegel Flaneur-geprüftes Küchenstudio.

---> Küchenstudio Erich Pohl, Oberntorwall 16-18, 33602 Bielefeld

Dienstag, 4. Dezember 2007

Wir stellen vor: Flaneur-Ausstatter Herr Tobias Tüch

filz
In seiner Werkstatt mit Nähmaschine, Filzbahnen und Details einer bunten Produktpalette:
Wenn Tobias Tüch nicht wäre, müssten wir unsere Kameras ungeschützt in Händen tragen


Natürlich haben wir uns die letzte Glutamat-Modemesse nicht entgehen lassen: 30 Jungdesigner präsentierten ihre sehr unterschiedlichen Kollektionen der Bielefelder Weltöffentlichkeit. Auch wenn man nichts kaufen will, ist ein Glutamat-Besuch stets lohneswert. Die Stimmung ist fröhlich, die Leute sind nett, und man sieht immer was Überraschendes. Es lebe die unverbrauchte Kreativitiät! Einen kleinen Kaufwunsch hatten wir allerdings mitgebracht: Unsere brandneuen Kleinbildkameras bettelten nach geeigneten Schutztaschen. Dabei kann man sich natürlich mit Nierigpreisuniversaltaschen aus dem Fotomarkt behelfen. Die sind zeit- und geschmacklos, aber durchaus nützlich. Oder man entscheidet sich für überteuerte Plastiktäschchen von den original Kameraherstellern. Dann ist natürlich das stolze Logo der Kamerafirma auf der Tasche zu sehen. Es soll Leute geben, die sowas beeindruckt. Oooder aber man schaut mal, ob Glutamat mit einem feinen Unikat helfen kann. Tja, und genau dabei ist uns Herr Tüch aufgefallen.

Herr Tüch überraschte uns mit Lenkertaschen für Kinderlaufräder, Federmappen für Jung & Alt und Händitaschen für Individualisten - alles aus hübsch farbigem Wollfilz gefertigt und unter seinem Label vonWolf präsentiert. Flott waren wir im Gespräch und schließlich vereinbarten wir Fotoapparatetaschen-Sonderanfertigungen. Größe (passend zur jeweiligen Kamera), Farbe (natürlich Flaneur-grün), Preis (angemessen günstig) - alles wurde per Gentlemen's Agreement vereinbart, und dann ging man frohen Mutes auseinander. Wenige Tage später flogen ein paar Mails zwischen Herrn Tüch und uns hinundher, denn die Details der Vereinbarungen wollten sorgfältig geklärt werden. Wir merkten: Herr Tüch nimmt seinen Auftrag sehr ernst, was wir natürlich zu schätzen wissen. Und dann kommt der Tag der Übergabe. Herr Tüch hat uns nicht enttäuscht, wir sind sehr zufrieden mit seiner Arbeit und erklären ihn sogleich zum offiziellen Flaneur-Austatter.

Ursprung seiner Produktpalette, berichtet Herr Tüch, sei eine Tasche gewesen, die er für seine Tochter gefertigt habe. Diese Tasche sei derart gut angekommen, dass er begann, unterschiedliche Behältnisse aus Wollfilz zu nähen. Inzwischen sei ihm ein Dreiklang der Eigenschaften seiner Produkte wichtig: Kinderfreundlichkeit, Handarbeit, Sexappeal. Okay, das mit dem Sexappeal muss man in Ostwestfalen erklären. Viele seiner Produkte, betont Herr Tüch hierzu, sind auf Doppelnutzbarkeit angelegt: Die Händitasche hat auch ein Fach für Kondome, die Federmappe ist auch als Schlafplatz für einen kleinen Vibrator konzipiert, oder einer Tasche für's Kartenspiel liegt eine Spielanleitung bei, mit der Menschen schneller in sehr persönlichem Kontakt kommen können. Damit eignen sich diese Taschen allesamt besonders gut zum Verschenken. Wir meinen ja nur, schließlich ist bald Weihnachten, und Ihnen fehlt garantiert noch was Besonderes. Dafür ist Flaneur-Ausstatter Tobias Tüch natürlich eine gute Adresse.

---> Homepage
---> My Space

Montag, 29. Oktober 2007

Stets gut beraten und gut behütet dank Hut-Hehner

hut-hehner
Die einzigen Ihrer ganz speziellen Kunst in Bielefeld:
Erika und Karl-Heinz Brünger in ihrem wunderbaren Geschäft


Der Herbst kommt, mit Wind, Niesel und Kälte. Also holen wir unsere Mäntel aus den Schränken, entfernen die Mottenkugeln aus den Manteltaschen und erklären die Herbst- und Winter-Saison für eröffnet. Doch halt - da fehlt doch was! Ja, ein neuer Hut muss her. Also auf zu Hut-Hehner, denn ohne den Rat von Erika und Karl-Heinz Brünger wären wir aufgeschmissen. Hier ist der Kunde noch König, hier erhält er fachkundigen Rat, hier wird ihm sehr freundlich alles erklärt und erläutert. Ergebnis: Dieses Fachgeschäft verlässt man nicht nur gut gekleidet, sondern auch fachlich klüger. Kein Wunder, denn die Brüngers sind seit mehr als 50 Jahren Fachleute mit Leib und Seele. Und auch wenn sie schon beide die 70 überschritten haben, an Ruhestand ist noch nicht zu denken. Tja, der große Garten daheim, seufzt Erika Brünger, könne zwar mehr Zuwendung brauchen, aber wenn man das Geschäft so lang geführt habe, dann mache man das mit Engagement und Liebe. Und das merkt jeder Kunde! Auch der Herr um die 40, der kurz nach uns den Laden betritt und mit glücklichen Augen seine neue Mütze aufsetzt. Exakt so eine Mütze, berichtet er uns, habe er im Sommer leider verloren. Nun komme der Herbst, da habe er sich auf die Suche nach einem identischen Exemplar gemacht. Alles Rumtelefonieren in ganz OWL habe allerdings nix genützt, bis ihm ein Hut-Spezialist i.R. aus Versmold den Tipp mit Hut-Hehner in Bielefeld gegeben habe. 60 Kilometer sei er nun von Wadersloh bis hierher gefahren, aber das habe sich gelohnt. Dass der Wadersloher Mützenfreund hier fündig wurde, ist kein Zufall, denn das Sortiment der Brüngers ist stets aktuell und riesig zugleich. Frauen- und Herrenhüte, Cabrio-Hauben oder Castro-Mützen - hier gibt's einfach alles. Sogar einen Homburger können Sie uns präsentieren.

Leider müssen wir auch Unschönes erfahren. Ständig laufen Makler und anderes Volk Herrn und Frau Brünger die Tür ein. Wegen der ausgezeichneten Lage will man ihnen ihr Geschäft abzuschwatzen. Gestern noch sei jemand aus Hannover angereist, erzählen sie kopfschüttelnd, der habe hier ein Eiscafé eröffnen wollen. "Nein, nein!" lachen sie uns an und erklären bestimmt: "Wir akzeptieren als Nachfolge nur ein Hutgeschäft." Außerdem sollte die Person eine solide fachliche Vorbildung mitbringen, und auch über etwas Lebensreife sollte sie verfügen. Wir stimmen dem nicht nur zu, sondern erklären hiermit öffentlich: Makler dieser Welt, aufgepasst! Erika und Karl-Heinz Brünger stehen ab sofort unter dem ganz besonderen Schutz der Bielefelder Flaneure. Beenden Sie also die nutzlosen Belästigungen und notieren Sie: Hier kommt kein Café rein. Punkt. Jedoch: Hutmachermeister mittleren Alters, bitte melden! Hier wartet ein Fachgeschäft auf Sie, das seit 1866 seinen zuverlässigen Dienst am Kunden versieht. Und das soll auch fein so bleiben.

Nach unserer erfolgreichen Visite haben wir übrigens das neu kreierte Siegel "Flaneuer-geprüfter Hut-Laden" hinterlassen. Aber jetzt kommen uns Zweifel: Hätten wir die Eheleute Brünger nicht besser mit dem Siegel "Freundlichste Geschäftsleute Bielefelds" ehren sollen? Denn das sind Erika und Karl-Heinz Brünger ganz gewiss.

---> Hut-Hehner, Gehrenberg 1, 33602 Bielefeld

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