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Alle Futterkrippen

Wenn Schildesche Nahrung sucht: Holzweiler hilft!

Marianne-Holzweiler
Hat stets gute Laune und eine dicke Flasche Joppie zur Hand: Wirtin Marianne Holzweiler

Unser letzter Volltreffer in Schildesche hat uns neugierig gemacht. Kann man in diesem eigenwilligen Suburb weitere Gastroperlen finden? Eifrig kreuzen wir mit unserem Kraftfahrzeug durch die Straßen - und entdecken Holzweiler's Schnellimbiss. Nett empfängt uns Marianne Holzweiler und erläutert bereitwillig ihre kreative Speisekarte. Mit Bedacht wählen wir daraus eine Doppelportion Cheeseburger (natürlich mit hausgemachtem Fleischinlet). Die Großformatigkeit der Burger erfordert eine gewisse Bissgeschicklichkeit. Außerdem wählen wir den Cheeseburger mit Pommes (gut zu erkennen: die süffigen Röstzwiebeln) sowie Currywurst und Pommes weiß (obligat wird hierzu ein Brötchen serviert, was aber niemand braucht, denn die Portion ist mindestens XL). Nach vollzogenem Fressgenuss ist man garantiert so richtig schön satt. Zum wohligen Abschluss reicht uns die fürsorgliche Marianne Holzweiler eine hübsche Lage Kuemmerling, die wir natürlich sofort und gern leeren.

30 Berufsjahre hat Marianne Holzweiler nun schon in der Bielefelder Gastronomie absolviert, aber bis heute hat sie sich ihre Freude am Gästeverwöhnen bewahrt. Als sie hier vor diversen Jahren ihren Schnellimbiss eröffnete, waren die Schildescher anfangs, so verrät sie uns, ein wenig misstrauisch. Aber inzwischen hat sich ein schöner Kreis treuer Stammgäste gebildet, der ihre soliden Portionen zu schätzen weiß. Vor allem hungrige Schüler gehören zu ihren versierten Stammgästen, und die lassen sich die Pommes zu den Chicken Crossies gern mit Joppiesauce veredeln (Produkthinweis: In Marianne Holzweilers Speisekarte findet sich unter "Junge Küche" der Joppie-Teller). Bonushinweis für die letzten Bielefelder Raucher: Vor dem Imbiss wartet ein edel arrangierter Rauchertisch, der das Verweilen müßig gestaltet. Alles in allem haben wir uns bei Holzweiler's Schnellimbiss tüchtig wohl gefühlt. Resümee: Schildesche hat's drauf!

---> Holzweiler's Schnellimbiss, Am Vorwerk 33 (Ecke Engersche Straße), 33611 Bielefeld

Die Flaneure sind im Café gewesen - im Café Moritz!

Cafe-Moritz
Zuständig für gute Laune und gute Pizza: Die Wirtsleute Antje Schultz & Achim Klußmann

Wir haben unsere Limousine aufgetankt, denn wir wollen in die Ferne reisen. Schildesche ist heute unser abenteuerliches Ziel. Noch ist keine Schildescher Gaststube Flaneur-geprüft, das soll sich nun ändern. Aber erstmal irren wir verunsichert umher. Ah, dort lockt eine liebe Gasse. Hier kann man sogar parken. Und schon leuchtet ein nettes Schild, wir lesen: „Café Moritz“. Nix wie rein! Der Gastraum ist gut gefüllt, allerdings nur mit Frauen. So ist das also in Schildesche, an bestimmten Tagen herrscht Ausgehverbot für hiesige Männer. Derweil sitzt die Damenwelt im Café Moritz, spielt Karten und trinkt Bionade. Jetzt werden auch schon unsere Pizzen geliefert. Sie tragen, so dürfen wir erfahren, die Namen von Stammkunden, deren Lieblingspizzen die Speisekarte bilden. Wir kosten Pizza Mario (Schafskäse, Oliven, Peperoni), Pizza Jokel (Blattspinat, Ei, Salami) und Pizza Nico (Kochschinken, Salami). Hmm, wir sind sehr zufrieden. Sogar der Rand schmeckt bestens. So soll es sein.

Gut gesättigt nehmen wir mutig Kontakt zur Schildescher Damenwelt auf. Am Nebentisch sitzt ein weiblicher Kegelclub, der, so notieren wir erstaunt, noch nie gekegelt hat, sondern hier regelmäßig Karten spielt. Ab sofort ist der Schildescher Kegelclub „Die feuchten Kegel“ unser Lieblingskegelclub. Und da kommt auch schon Wirt Achim Klußmann und beglückt uns mit einem schönen Mischtablett. Im weiteren Verlauf des Abends schenkt der hochsympathische Mann die Grappa direkt am Tisch nach – mit gekonnter Arm- und Zungenhaltung.

Zum Ende des Abends sorgt Achim Klußmann für eine brillante Innovation. Kaum haben wir seiner Gaststube unser Flaneur-Logo geschenkt, fordert er uns mit strahlenden Augen auf, diese Graffitiarbeit auch an seinem Automobil sowie an dem seiner lieben Antje Schultz zu vollziehen. Wir lassen uns nicht lange bitten, und so kommt es, dass dieses sensationelle Novum ab jetzt auf zwei verschiedenen Pkw munter durch Schildesche rollt. Vivat Café Moritz!

---> Café Moritz, Johannisstraße 42, 33611 Bielefeld

So richtig schön satt wird man nur in Lottis Grillimbiss

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Füttert seit elf Jahren die ganze Bleichstraße zuverlässig mit Pommes: Lieselotte Wörmann

Es ist Abend geworden und in uns keimt Hunger. Präzise: Currywursthunger (inklusive Pommessehnsucht natürlich). Kennen Sie diesen prekären Zustand? Der Magen ist wie leer geschabt (den ganzen Tag Hektik und nix gegessen), und jetzt quengeln die Geschmacksknospen. Aber die wollen garantiert keinen kleinen Salat (Bio) und kein stilles Mineralwasser (aus Italien), sie wollen (O-Ton:) "was Richtiges auf die Gabel" und dazu "einen Eimer Pils" - und zwar sofort!

Wer die Bedürfnisse seiner Geschmacksknospen missachtet, ist seelisch schlimm verschorft. Solche Leute fristen ein Leben als Schnäppchenjäger oder benutzen auf einer dreispurigen Autobahn wie ferngesteuert ausschließlich die Mittelspur (mit 121 km/h). Wir hingegen sind anders, denn wir sind Männer, in denen enorm viel Leben pulsiert. Currywursthunger, das ist die dialektische Einheit von schlimm & wunderbar. Seine Auflösung kommt einem prähistorischen Begattungsakt gleich: lefzenbleckende Vorfreude und wollüstiger Vollzug kulminieren in einem süßen Zufriedenheitskoma. Dazu muss natürlich ausreichend Pils gereicht werden, und wer mag, inhaliert eine Abschlusszigarette. Am Ende rülpst man sanft in die Vorderpfote und einer meldet leis': "Mir ist schlecht." Niedertourig startet der Verdauungsprozess, und die Welt sieht für einen mittelgroßen Moment richtig schön aus.

Dies große Glück verdanken wir stillen Heldinnen wie Lieselotte Wörmann. Lotti, wie die fleißige Frau von Stammgästen liebevoll genannt wird, rackert seit 40 Jahren in der Bielefelder Gastronomie, und seit 11 Jahren gehört ihr "Lotti's Grillimbiss" in der mittleren Bleichstraße. Mit Charme und Witz gibt die weise Dame dem hungrigen Gast, was er braucht. Die Speisekarte ist auf Grillschmäuse der 80er Jahre fokussiert und kennzeichnet den Grill dadurch als eine der letzten Traditionsstuben. Aber nun heißt es Abschied nehmen, denn Lotti Wörmanns Bus fährt um 21 Uhr. Und den Feierabend gönnen wir ihr mit dankbarem Herzen.

---> Lotti's Grillimbiss, Bleichstraße 48a, 33607 Bielefeld

Eine Flugentenbrust verleiht unseren Gaumen Flügel

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Zu Recht stolz auf ihre frisch renovierte Gaststube: Britta & Adel Agwa mit Flaneur-Siegel

Am 1. Oktober haben die netten Wirtsleute Britta und Adel Agwa ihre neue Gaststube eröffnet. Aus Detmold sind sind sie nach Bielefeld eingewandert und haben alles blitzeblank sauber und frisch renoviert hergerichtet. Wir haben uns an einem der rutikalen Holztische niedergelassen und die verlockensten Speisen aus dem interessanten Angebot gewählt. Start mit einem vitaminreichen Mischsalat, und dann tischt Britta Agwa auch schon auf, was ihr Mann in der Küche gezaubert hat: Kalbsrouladen, die zart und saftig zugleich sind, eine Flugentenbrust, die unseren Gaumen Flügel verleiht und Bandnudeln mit Pfifferlingen sowie Lammkottelets auf einem Gemüsehügelchen. Und was macht unser verehrter Stahlbaron? Der kluge Gourmet lässt sich gleich drei verschiedene Leckereien kommen: Glasierte Möhren mit Pinienkernen, pikantes Pürree mit Kichererbsen, hausgemachte Hackbällchen vom Rind. Sein gaumenzentriertes Lob fällt recht umfangreich aus und seine Gesichtszüge sind die eines zufriedenen Schlemmers. Um das feine Mahl rund zu machen, lassen wir uns gern mit einem Ramazzotti-Kränzchen vom Haus beschenken und tanken diverse Biere nach. So schließt man gern ein liebes Abendmahl ab. Wir wünschen Britta und Adel Agwa viel Glück mit ihrer reizenden Klause.

---> essen + trinken, August-Bebel-Straße 112, 33602 Bielefeld

Geburtsstunde von Bielefelds Mythos: 09.09.09, 19:00

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Zu recht stolz auf einen sehr gelungenen Start: Das Mythos-Team Beatrice, Leon und Maria

Diesen Beitrag widmen wir Heiko
Mit ganz vielen lieben Grüßen nach Gilead I


Ein neuer Stern erstrahlt am Bielefelder Gastrohimmel - und wir können sagen: Wir sind bei seiner Geburt dabei gewesen!

Ein reserviertes Tischchen mit feiner weißer Tischdecke erwartet uns, als wir pünktlich zur Eröffnung eintreffen. Staunend schauen wir uns um: Alles ist tiptop renoviert, alles riecht lecker nach "Das Essen ist fertig!" - und alles ist wunderbar chaotisch, denn die Bude ist rappelvoll! Ein unablässiges "Hallo!" und "Glückwunsch!" erklingt und bringt immer wieder neue Gäste herein, und alle wollen essen und trinken. Die Wirtsleute rennen und rasen und werkeln und braten, dass es eine Pracht ist. Die fröhlichen Gäste und das Gesamtambiente des kleinen Gastraumes katapultieren uns in eine echt griechische Taverne. Lediglich einen winzigen Unterschied zu Griechenland stellen wir fest: Die Toilette ist verschließbar.

Sogleich versorgt uns Wirtin Beatrice ganz lieb mit feinem Pilsbier: Mythos heißt es und stammt aus Griechenland - geht's noch besser? Ja, im Mythos-Grill geht's noch besser, denn Wirtin Beatrice verwöhnt uns außerdem mit samtweichem Plomari, der uns den ganzen Abend begleiten soll. Und dann kommt auch schon die feste Nahrung. Start mit wunderbaren Vorspeisen, die uns lüstern schnalzen lassen. Gern packen wir uns immer wieder die Vorspeisentellerchen voll, bis - ja, bis die Hauptspeisen eintreffen. Ob Mythos-Teller, ob Dorade, ob Zigeunerschnitzel, ob Jägerschnitzel, ob Kalamaris - es ist die Stunde der vollen Bäuche und der zufriedenen Gesichter. Auch an unserem Nebentisch. Immer wieder bringt unser Lieblingsgast Henner in aller gebotenen Sachlichkeit seine Zufriedenheit darüber zum Ausdruck, dass stets auseichende Mengen Mythos-Bier in Griffnähe sind. So viel Zufriedenheit rechtfertig natürlich unser Sondersiegel zur Neueröffnung, das wir dem engagierten Mythos-Team im Goldrahmen überreichen. Zustimmend erheben dazu Milos und Tanja ihre Gläser.

Alles sitzt urgemütlich beisammen und auch der weitere Abend nimmt einen vortrefflichen Lauf: Um 23 Uhr schenkt uns Wirtin Beatrice heißes Halvas (eine köstliche Süßspeise auf Sesambasis). Ab 23:30 Uhr prüft Milos sachkundig den Spielautomaten ("Der kommt noch, echt, der kommt noch!"). Und um Mitternacht spornt Wirtin Beatrice die Syrtaki-Tanzgruppe enorm an. So rollt ein gelunger Abend in den nächsten Tag hinein, und wir freuen uns, dass wir Geburtshelfer des Bielefelder Mythos sein durften.

---> Mythos, Meller Straße 42a, 33613 Bielefeld

Multiauswahl, multilecker und multisatt im Multigrill

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Wissen wie man Bäuche überglücklich macht: Wirt Tümer Çak & sein versierter Chefkoch

Unser Tagwerk ist vollbracht, nun begeben wir uns auf die Suche nach Nahrung und Geselligkeit. Besonders erfolgreich eröffnet man einen solchen Abend offenbar mit der Einkehr im Multigrill nahe Endstation Babenhausen Süd. Wir sind begeistert, denn Profiwirt Tümer Çak verabreicht hier den zweifellos besten Vorspeisenteller von ganz OWL. Danach lassen wir uns das Tagesgericht mit einem lieben Brotkorb servieren, und auch hier werden wir rundum zufrieden gestellt. Am Ende testen wir noch die konfettibunte Multipizza, dann sind allerdings auch wir satt. Zwar hat Herr Çak zwischendurch damit gedroht, den doppelten Preis zu erheben, wenn wir nicht alles aufessen, doch er hat vergebens gedroht, denn dankbar lecken wir alle Teller blank.

Für soviel Gaumenglück hat der Multigrill natürlich unser Ehrengraffiti verdient. Und wir freuen uns sehr, dass wir anschließend gleich neben der Eingangstür den stolzen Wirt neben dem Graffiti fotografieren können.

---> Multigrill, Babenhauser Straße 15, 33613 Bielefeld

Freitstaat Bethel: Unsere Exkursion ins Unbekannte

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Bieten auch zu später Stunde freundlichen Service: Gerhard Brindöpke & Christian Kessler


Bethel – ein schillernder Name, der uns Bielefeldern auch nach 100 Jahren Nachbarschaft immer noch ein wenig geheimnisvoll erscheint. Heute wollen wir uns auf den Weg machen, das kleine Bergvolk an den Hängen des Teutoburger Waldes aufzusuchen. In Bethel-City, so haben wir gehört, residiere eine Gastronomie namens "Neue Schmiede". Schon nach nur fünf Stunden Suchen und Kurven und Fahnden haben wir die Neue Schmiede gefunden. Das Straßennetz von Bethel ist für Auswärtige komplett undurchsichtig, und einen Menschen, den man nach dem Weg fragen könnte, findet man auf den abendlichen Straßen nicht. Aber nun sind wir da und stellen unsere Limousine vor einer Halteverbotstafel ab. "Das ist schon in Ordnung", erklärt uns die freundliche Thekenkraft in der Neuen Schmiede, das Halteverbot sei egal. Okay, wieder was gelernt.

Nun blicken wir uns um. Ein überraschend großer Speisesaal schaut uns an; solch üppige Dimensionen sind wir von unseren Flaneurgängen nicht gewohnt. Die Architektur ist von stiller Aktualität. "Eine nette Cafeteria im evangelischen Begegnungszentrum", denken wir anerkennend und suchen uns sogleich ein gut poliertes Tischchen. "Möchten die Herren auch speisen?" lautet die vorbildlich formulierte Frage des tiptop agierenden Kellners, als wir eine Lage Frischpils ordern. Und er hält diesen Standard bis zum Ende unseres Besuches aufrecht. Hut ab! Was uns dann zur guten Sättigung gereicht wird, sind flotte Schnitzel nach Wiener Art sowie nach Jäger Art, kombiniert mit angenehmen Bratkartoffeln.

Zum eindeutigen Höhepunkt des Abends gerät natürlich unser Poolbillard-Turnier. Mit sicherer Hand wird über Bande gespielt und auch ansonsten werden alle Register gezogen, so dass wir sogar manchmal Kugeln in Löcher befördern können - kurzum: Wir liefern eine sportive Hochleistungsschau ab. Bemerkenswert: Die Neue Schmiede hat akkurate Brauereiprodukte im Anstich, geliefert von der Brauerei Rotingdorfer. Diese Braustube ist uns gut bekannt, aber Sie erinnern sich natürlich an unseren Bericht.

---> Neue Schmiede, Handwerkerstraße 7, 33617 Bielefeld

Thessloniki-Grill: Wo das Bethel-Eck schön würzig ist

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Macht das Bethel-Eck zum Thessaloniki-Eck: Hakan Yilmaz scheut auch kein Schweinefleisch

Draußen lockt das Schaufenster mit der Frage Haben Sie schon unseren probiert? Nö, "unseren" haben wir noch nicht probiert - also nix wie rein in den Laden! Wirt Hakan Yilmaz schmeißt seinen Grill allein. Fleißig ist der Mann, flott stehen unsere kleinen Pilstulpen auf dem Tisch und alsbald haben wir die Speisen gewählt. Hier sieht alles lecker aus: Ob saftige Fleischpizza, ob üppige Dönertasche oder aber würzige Currywurst, alles sättig prächtig. Am Nebentisch prosten uns die zufriedenen Stammgäste Walter Pairam und Wolfgang Sperlich zu. Sie sind gern hier, berichten sie uns, denn hier gibt es "Spässken", betont Wolfgang Sperlich, der sich übrigens als überzeugter Hobbykoch outet. Ein Tisch weiter sitzen die nicht minder zufriedenen Stammgäste Gereon Klein und Marie-Luise Klein, die hier auch ihren Stammtisch zu schätzen wissen.

Wirt Hakan Yilmaz ist es, der für die gute Atmosphäre sorgt. 18 Jahre ist er schon selbstständiger Gastronom, vorher hat er in Istanbul gastronomisch praktiziert, am Bethel-Eck ist er seit sechs Jahren erfolgreich tätig. Hier gibt's alles, auch Schnitzel vom Schwein. Hakan Yilmaz scheut kennt keine lästigen Tabus. Und als Hakan Yilmaz uns die Rechnung präsentiert, sind wir zufrieden: Alles ist einwandfrei notiert. Klarer Fall, dass wir dem Thessloniki-Grill mit flinker Hand unser elgantes Flaneure-Logo schenken. Perfekt leuchtet es nun im Eingang des gastlichen Grills. Beim nächtlichen Abschied entdecken wir an der Außenwand des Thessaloniki-Grills einen Kaugummiautomaten, also auch für die eilige Laufkundschaft wird hier vorbildlich gesorgt: Springbälle, Center Shock, Kettchen - alles ist für kleinen Taler zu haben.

---> Thessaloniki Grill, Gadderbaumer Straße 40b, 33602 Bielefeld

Unser Henner-Special: Geburtstagsparty im Ratscafe

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Wie geil ist das denn! Lisa Middelhauve schenkt Glückskind Henner ein feines Solokonzert

Hurra, unser Lieblingsgast Henner hat Geburtstag! Und schon sieht sich der gute Mann vor eine schwere Entscheidung gestellt: Arrangiere ich daheim auf der lauschigen Terrasse eine kleine Grillparty mit den Flaneuren? Oder lade ich alle Welt ein, weil mir sowieso alle Welt gratulieren will? Er entscheidet sich für die Masseneinladung und liefert uns mit dem Partyort gleich eine zu prüfende Gastronomie: Das Ratscafé - na, dann woll'n wir mal schau'n.

Als wir eintreffen haben die Wirtsleute schon gut was zu tun, doch sie verlieren ihre gute Laune nicht, wie man am Beispiel von Michael Niemann, Uwe Klunk und Roger Foerster sehen kann. Aber sie haben natürlich auch gut lachen, denn immerhin sind heute die weltbesten Gäste im Haus: Henners Geburtstagsgäste! Uns zieht es sofort auf den Balkon, denn wir liebäugeln mit deftigen Speisen und wissen: Auf dem Balkon ist der höllenheiße Grill mit einer würzigen Phalanx aus soliden Salaten in Stellung gegangen. Hier basteln wir uns hübsche Fleischarrangements - für Sie beispielhaft dokumentiert durch das Modell unseres verehrten Stahlbarons. Aber auch andere beweisen eine gute Hand: Leckerteller Michael. Absolut überflüssig zu betonen, dass dies nur Vorspeisenteller sind, denn die angenehme Länge des Abends produziert plötzliche Hungerschübe, die immer wieder bedient werden wollen. Die Damenwelt greift dezent zum charmanten Salat - in diesem Fall stellen wir Ihnen einen Teller für Christa vor.

Als traumhaften musikalischen Höhepunkt des Abends wird unser lieber Henner für immer die Lieder in Erinnerung behalten, die Lisa Middelhauve spontan am Klavier für ihn anstimmt. Immerhin war die Vollblutmusikerin acht Jahre Frontfrau der Erfolgsband Xandria - und sie hat es immer noch drauf! Henner ist ganz hin und weg, und wir mit ihm. - - - Wer hat eigentlich um fünf Minuten vor ein Uhr die soundsovielte Flasche Ramazzotti entkorkt? Wir wissen es nicht, aber wir wissen, dass sie bestens temperiert ist. Und dann stimmt der Herzog von Bochum auch noch das kernige Steigerlied an, und alle stimmen ein. Tja, so findet der schöne Abend einen weiteren musikalischen Höhepunkt, und wem haben wir das alles zu verdanken? Unserem Henner. Danke für die schöne Party!

---> Ratscafé, Niederwall 12, 33602 Bielefeld

Großes Schnitzel-Gemetzel in der Stapenhorststraße

Muzaffer_Tolay

Zur Eröffnung der heutigen Fresssaison ordern wir eine hinlängliche Menge Pommes, und zwar als Vorspeisenteller dekoriert. Ja, so ist es recht: In allen vier Ecken soll Ketchup oder Mayo drin stecken. Schnell ist die schmackhafte Portion verputzt, so dass wir uns den Schnitzelköstlichkeiten widmen können, die Muzaffer Tolay kreiert hat. Zuerst widmen wir uns dem Rahmschnitzel, eng gefolgt vom Schnitzel Hawaii, dem das Schnitzel mit Spiegelei hart auf den Fersen folgt. Und als Abschluss dann der ewige Klassiker Zigeunerschnitzel. Puh, schnaufen wir nun vollbäuchig, das war gut. Wir können bestätigen, dass Muzaffer Tolay ein gelernter Koch sein muss. Gern betont er, dass alle Soßen hausgemacht und stets frisch zubereitet sind. Kein Wunder, dass seine Schnitzelstube seit zweieinhalb Jahren gut läuft. Die Nachbarschaft rund um die Stapenhorststraße nimmt, so stellen wir fest, die „deutsch-mediterrane Küche“ (La Casita-Eigendefinition) dankbar an.

Am Ende darf hier natürlich unser exquisites Flaneur-Graffiti nicht fehlen. Muzaffer Tolay stimmt sofort freudig zu und wir spayen mit besonders akkurater Linie. Leider haben wir heute Herrn Tolays Ehefrau Ayishe Tolay nicht kennen gelernt, sie war aus wichtigen Gründen verhindert. Die gut brummende Futterkrippe als reinen Familienbetrieb zu führen, fällt im Alltag schwer. Kein Wunder also, dass wir im Fenster ein Jobangebot entdecken. Wenn sich jemand von unseren Lesern darauf bewerben will, dann aber bitte nur gelernte Leute mit ausreichender Berufserfahren – das La Casita hat einen soliden Ruf zu wahren.

---> La Casita, Stapenhorststraße 43, 33615 Bielefeld

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