Großes Schnitzel-Gemetzel in der Stapenhorststraße

Zur Eröffnung der heutigen Fresssaison ordern wir eine hinlängliche Menge Pommes, und zwar als Vorspeisenteller dekoriert. Ja, so ist es recht: In allen vier Ecken soll Ketchup oder Mayo drin stecken. Schnell ist die schmackhafte Portion verputzt, so dass wir uns den Schnitzelköstlichkeiten widmen können, die Muzaffer Tolay kreiert hat. Zuerst widmen wir uns dem Rahmschnitzel, eng gefolgt vom Schnitzel Hawaii, dem das Schnitzel mit Spiegelei hart auf den Fersen folgt. Und als Abschluss dann der ewige Klassiker Zigeunerschnitzel. Puh, schnaufen wir nun vollbäuchig, das war gut. Wir können bestätigen, dass Muzaffer Tolay ein gelernter Koch sein muss. Gern betont er, dass alle Soßen hausgemacht und stets frisch zubereitet sind. Kein Wunder, dass seine Schnitzelstube seit zweieinhalb Jahren gut läuft. Die Nachbarschaft rund um die Stapenhorststraße nimmt, so stellen wir fest, die „deutsch-mediterrane Küche“ (La Casita-Eigendefinition) dankbar an.
Am Ende darf hier natürlich unser exquisites Flaneur-Graffiti nicht fehlen. Muzaffer Tolay stimmt sofort freudig zu und wir spayen mit besonders akkurater Linie. Leider haben wir heute Herrn Tolays Ehefrau Ayishe Tolay nicht kennen gelernt, sie war aus wichtigen Gründen verhindert. Die gut brummende Futterkrippe als reinen Familienbetrieb zu führen, fällt im Alltag schwer. Kein Wunder also, dass wir im Fenster ein Jobangebot entdecken. Wenn sich jemand von unseren Lesern darauf bewerben will, dann aber bitte nur gelernte Leute mit ausreichender Berufserfahren – das La Casita hat einen soliden Ruf zu wahren.
---> La Casita, Stapenhorststraße 43, 33615 Bielefeld
Bielefelder Flaneure - 2009/06/01 21:32