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Frühstück hinter der 5th Avenue (Sonderbericht aus Manhattan)

All_About_Food
Die erste NYC-Futterkrippe mit Flaneur-Siegel: Wirt Nick Siounis und seine flinken Männer

Unser Besuch am Dakota-Haus ist erfolgreich beendet. Yoko Ono ist nun im Besitz der aufregendsten Fotos unser Fahrt mit dem Leichenwagen. Wir haben gute Gründe davon auszugehen, dass Frau Ono die Fotos gleich neben ihrem Fenster mit Blick auf den Central Park aufhängen wird. Überhaupt der Central Park - wir sind beeindruckt von diesem wunderbaren Innenstadtgarten! Nach mehr als zweistündigem Schlendern und Staunen beschließen wir: Der Central Park soll das Vorbild sein für die Neugestaltung des Kesselbrinks.

Vom Central Park stoßen wir zur 5th Avenue vor. Wo die Südost-Ecke des Parks die Prachtstraße berührt, hat sich der Apple Store in einem unterirdischen Tempel aus Glas und Licht niedergelassen. Jeden Tag im Jahr ist er täglich 24 Stunden für Apple-Jünger geöffnet. Gleich daneben lockt ein hübscher Platz zum Verweilen. Einige haben sich ihr Frühstück in Tüten und Pappbechern mitgebracht, das sie in einer Futterkrippe hinter der großen Straße erworben haben müssen. Wir haben ausreichend Frühstückshunger, um dieser Spur erfolgreich zu folgen.

Uns empfängt ein lang gestreckter Innenraum, in dem ein ständiges Kommen & Gehen für Geschäftigkeit sorgt. Fröhlich wirft die Küchenmannschaft aus Gründen der Beschleunigung das Alufolien-verpackte Ei-Speck-Brötchen gut gezielt zur Kasse hinüber, und alle freuen sich über die Gute-Laune-Aktion. Nun sind auch wir schon an der Reihe. Einmal Speck und Ei im Rundbrötchen mit Getränkeset für jeden. Nur Lieblingsgast Henner hat doppeltgroßen Hunger und lässt sich gleich zwei gefüllte Brötchen auf's Tablett legen. Das Rundbrötchen im Querschnitt betrachtet, verrät seine gehaltvolle Frühstücksqualität. Wir sind etwas spät dran mit unserem Frühstück, denn jetzt wird schon der Mittagstisch aufgefahren. Herrlich lockt die Speisetheke, auch die Salatbar kann sich sehen lassen.

Wirt Nick Siounis ist in Griechenland geboren und lebt seit 35 Jahren in New York City. Ganz offensichtlich leitet er einen bestens rotierenden Laden. 24 Angestellte sichern den ganztägigen Betrieb, und haben bei allem Fleiß und aller Schnelligkeit ein Gute-Laune-Betriebsklima, das sich sehen lassen kann. In der ersten Etage werden die Speisen in großem Umfang vorbereitet, und unten wird alles unter den Augen der Kunden abschließend zusammengestellt. Alles Männer, die hier werkeln, doch an der Kasse waltet die sympathische Jingere Mendoza. Ihre Kasse muss verdammt oft klingeln, damit das All About Food überleben kann. Allein die Miete beträgt dreißigtausend Taler pro Monat. Ja, wir haben uns nicht verhört und fragen besser nicht mehr, wie viel die Steuer jeden Monat abgreift.

Selbstverständlich haben wir eine US-Variante unseres Flaneur-Siegels dabei und überreichen es gern der netten Mannschaft, die uns so angenehm satt gemacht hat. Wirt Nick Siounis hängt das Flaneur-Siegel sogleich auf, kurz vor der Treppe, die zum Restroom hochführt. Wenn Sie mal da sind, können Sie es gar nicht übersehen.

---> All About Food, 16 East 58th Street, New York 10022

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