Schöner - dank Milos Ukena in der Neustädter Straße

Milos Ukena, Tattoo-Meister unseres Vertrauens, in seinem Flaneur-geprüften Tattoo-Studio
Heute ist es endlich soweit: Wir wollen das bravouröse Flaneur-Logo auf unsere durchtrainierten Oberarme tätowieren lassen. Hierzu wenden wir uns vertrauensvoll an Tattoo-Meister Milos Ukena, der seit 16 Jahren eine erfolgreiche Tattoo-Fräserei betreibt und selbst ein wandelndes Portfolio seines künstlerischen Handwerks ist. Bei seinem Anblick wächst unser Vertrauen schnell ins Unermessliche. Auch seine Mitarbeiter präsentieren sich von der besten Seite: Verena "Vre" Reimann hat hier nicht nur das Tattoo-Handwerk von der Pike auf erlernt, sondern kann auch elegant mit Bielefelder Luft umgehen. Nicht weniger sympathisch tritt Praktikant Hannes "Borzum" Schütt auf, gekonnt serviert er die erste Rate Abendpils. Auf diese Erfrischungsaperitifs folgt ein spannender Rundgang durch die verzweigten Katakomben des Artcore-Studios. Im wichtigsten Raum ruht ein selbstbewusster OP-Stuhl unter einer Schutzhülle, und Legionen kunstvoll gestalteter Tattoo-Maschinen zwinkern uns von Tischen und von Wänden aufmunternd zu. Insgesamt fällt auf: Alles ist derart blitzeblank sauber, dass sogar der Domestos-cleane Abort zu Notoperationen einladen will.
Plötzlich hören wir einen verzweifelten Chor jammern: "Hunger. Hunger. Hunger." Aha, unsere Mägen melden sich. Da kann nur Simone Santoro helfen! Ein Telefonat - und ruckzuck bringt die Chef-Fahrerin des La Piccola Napoli genau das, was wir uns sehnlich wünschen. Unser heutiger Gast und Lieblings-IT-Mann Sascha staunt nicht schlecht über so viel Leckerpizza. "Und dazu noch ein Odölchen …", schwärmt der versierte Genießer mit Blick auf den verbliebenen Getränkerest in der Flasche "Bielefelder Luft". Das wird ihm gern gewährt, und dann plaudert er uns von seiner Kerstin, die er (das muss natürlich – Ehrensache! – unter uns bleiben) am liebsten Teddy nenne, und außerdem wolle er ihr morgen antragen, sich mit ihm zu verloben. Hierzu plane er nun, fährt der hormonell bestens ausgestattete Mann fort, sich einen Kerstin-verehrenden Schriftzug tätowieren zu lassen. Meister Milos wirft sofort das Tattoo-Besteck an und nach angemessener Frist prangt auf Saschas Unterarm der kunstvolle Schriftzug "Kerstin forever" - das wird seine Angebetete gewiss überzeugen! Während Sascha geschmückt wird, sind auch wir nicht faul. Wir lassen uns gezielt veredeln, und nun leuchtet von unseren Oberarmen das prächtige Flaneur-Logo. Für so viel Pracht vergeben natürlich am Ende sehr gern das exklusive Siegel Flaneur-geprüftes Tattoo-Studio.
Als alles vollbracht ist, rutschen wir zwecks eines allerletzen Schlürschlucks ein paar Häuser weiter zu Edgar van der Veken ins Tabakskollegium. Parallel zum Empfang des ersten Pils mit Beifahrer erhält Praktikant Hannes den verantwortungsvollen Auftrag, mit geschickten Spielzügen den Spielautomaten zu leeren. Aber das ist eine andere Geschichte. Als wir uns schließlich verabschieden, verabreden wir mit Milos, Vre und Hannes, spätestens am 25. Oktober wieder zu kommen, wenn die Party im Neustädter Viertel abgeht. Milos will dann die 18 Liter seines Frischwasserspenders mit feinem Ouzo auffüllen. Aber bitte erzählen Sie das nicht überall rum, sonst bekommen wir von dem Ouzo nix ab.
---> Artcore Tattoo, Neustädter Straße 2b, 33602 Bielefeld
Bielefelder Flaneure - 2008/09/09 07:44