Zu Gast bei Dionysos im Schatten des Amerikahauses

Dionysos-Grill
Sieben Tage pro Woche alerte Grillproduktion: Anna Pagani zwischen Salatbar & Gyrosklotz

Hell und golden beleuchtet die Bielefelder Abendsonne das wohl urbanste Segment unserer großen Stadt – den Asphalt zwischen Berliner Platz und Amerikahaus. Genau zwischen diesen beiden Punkten siedelt rechterhand der Dionysos-Grill mit seiner Fensterfront für den Straßenverkauf. Rechts davon lockt die Tür zur Gaststube. Wir belegen einen der beiden Tischchen, die verloren vor dem erhabenen Haus stehen. Aaah, lange Beine machen, die Abendsonne genießen und dazu Hohenfelder Pilsener schmecken. Das ist gut. Auf diese liebe Weise kriecht der schöne Zeitpunkt, da man zu Abend speisen möchte, besonders freundlich heran. Also ordern wir nun Souflaki-Teller für alle. Wir haben es gut getroffen, denn Anna Pagani kann zaubern: Ein Teller sieht verlockender aus als der nächste. Und schmecken tut’s ebenso. Gut abgewürztes Fleisch am Zwillingsspieß, dazu reichlich Pommes, knackiger Krautsalat und – Ehrensache, denn wir sind bei einer Griechin zu Gast – frisches Tsaziki. Wir schmatzen und sabbern, was das Zeug hält - - - Und dann passiert es!

Zuckte ein Nanoerdbeben durch die Stadt? War es überschüssige Körperkraft? Gibt es hier aggressive Erdstrahlen? Wir wissen es nicht, aber wir werden Zeugen eines schrillen Schreis, und dann liegt der Teller von Lieblingsgast Henner zerschellt auf dem Boden. Der gute Mann steht unter Schock! Gottlob hatte er schon das meiste Fleisch verputzt, aber auch um die Pommes und den Krautsalatrest ist es ihm sehr schade. Spontan spenden wir ihm von unseren Abendmahltellern und reichen dann Wirtin Anna Pagani den traurigen Scherbenrest. Die nette Frau hat ein Nachsehen mit dem Missgeschick und will nichts hören von Teller ersetzen oder sowas. Tja, in Krisenmomenten zeigt sich die wahre Größe des Gastronomen. Anna Pagani hat nach fast 30 Jahren Dionysos-Grill einen reichen Erfahrungsschatz, da kann ihr selbst ein Besuch der Flaneure nix mehr anhaben.

Dionysos-Grill, Paulusstraße 2, 33602 Bielefeld
rosmarin - 10. Mai, 01:02

lecker (wenn ich nur echt fleisch gut essen könnt, aber schwein geht gar nicht den schlund runter)..... und immer wieder bezaubernd, dieser schildaer versuch mit den hohne häusern.
feix und gruß

Bielefelder Flaneure - 10. Mai, 09:20

Die verehrte Frau Rosmarin will uns lieb necken, weil ihr Frankfurt am Main gehört. Aber sie weiß doch auch, was der große Christian Schmidt seinerzeit resümierte: Frankfurt ist Bielefeld am Main. Grüße nach Frankfurt!
rosmarin (anonym) - 10. Mai, 13:54

*bricht nach lesen des artikels zusammen*
*der autor spricht wahr*
don yampi (anonym) - 11. Mai, 11:03

Seit Jahr und Tag ein echter Garant für griechische Esskunst!!! Gut, dass der Dyonisos Grill wieder an seinem originären Platz zu finden ist. Jetzt fehlt nur der alte Name "Mykonos" und ich fühlte mich wieder als Teenager, herzallerliebst.

Timo (anonym) - 13. Mai, 10:39

Klassentreffen

So gehts mir auch! Samstagnacht haben wir früher oft dort was gegessen. Ich werde meine alten Freunde zu einem Treffen aller Ex-Mykonos-Kunden auffordern. so eine Art Klassentreffen im Stehen mit Gyros-Pita auf der Hand!

Bielefelder Flaneure - 13. Mai, 18:24

Don Yampi und Timo sind offensichtlich alte Bielefelder, und die kennen ihre Traditionsgastronomie! Wenn es zu dem Mykonos-Klassentreffen kommt - bitte auch uns Bescheid sagen. Sowas lassen wir uns nicht entgehen.

packer (anonym) - 13. Jun, 19:35

ohoh ;)
Da hat sich wohl ein Fehlerteufel in der PLZ eingeschlichen.

Bielefelder Flaneure - 13. Jun, 22:28

Stimmt - und keiner merkt's! Nur der Packer, der passt auf. Danke, wird sofort von 33502 nach 33602 geändert.

Trackback URL:
http://bielefelderflaneure.twoday.net/stories/4916311/modTrackback


Alle Futterkrippen
Alle Trinkstuben
Alles andere
Im Kino
Sonderberichte
Specials
Weltpresse
† = inzwischen geschlossen
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren