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Wir hissen die Schweizer Fahne auf der Sparrenburg

sparrenburg
Sparrenburg sehr international: Unsere Gäste aus der Schweiz im Bielefelder Wahrzeichen
Von links nach rechts: Juniorwirt Michael Niegisch, Koch und Seniorwirt Robert Niegisch,
unsere Schweizer Gäste Simon & René sowie Serviererin Jessica Meinersmann (aus Spenge)


666 km in 6 Stunden und 6 Minuten veranschlagt Google Maps für die Strecke von St. Gallen zur Sparrenburg, und Simon & René sind sie gefahren. Nun sind unsere Schweizer Gäste hungrig, so dass wir sie zum Abendmahl einladen, aber welche Gastronomie kommt für auswärtige Gäste am besten in Frage? Genau, das Restaurant im Bielefelder Wahrzeichen - der Sparrenburg. Simon ist selbst Gastronom, leitet in St. Gallen den Spitalkeller und kann uns daher versiert helfen, die richtigen Beurteilungen zu treffen. Sein Schwiegervater René erweist sich dabei schnell als ebenfalls guter Gast-Flaneur. Wir haben heute also eine sachkundige Verstärkung. Sehr viele leckere Angebote lächeln uns aus der Speisekarte entgegen. Nach langen Beratungen entscheiden wir uns für Wildschweinsegmente, Hausschweinscheiben und Grünkohl mit Würzigem. Als die sympatische Serviererin Jessica Meinersmann alles herbeigeschleppt hat, schwebt schon bald ein Raunen über unserem Tisch: Kööhstlich! Lecker! Super! stöhnen wir im internationalen Chor dezent in die Runde.

Als sich die anderen Gäste satt und müde heimtrollen, bitten wir die Wirtsleute an unseren Tisch. Sogleich hebt ein interessant-launiges Fachgespräch an über alles, was wirklich wichtig ist : Essen (Seniorwirt Michael Niegisch ist immerhin einer der sagenumwogenen Fünf Köche), Trinken (Durst ist international) und: Wie kriegen wir heute abend noch die Schweizer Fahne auf dem Sparrenburg-Turm gehisst? Bevor wir unseren Plan dazu umsetzen können, packt Simon eine eidgenössische Geheimwaffe aus - eine Liter-Flasche Appenzeller Kräuterlikör steht plötzlich auf dem Tisch. Sowas muss natürlich sofort verköstigt werden. Appenzell, so lassen wir uns gern erläutern, mischt den weltweit besten Kräuterlikör zusammen, ist aber nicht in der Lage, das Produkt dann auch angemessen erfolgreich zu vermarkten. Also bleibt diese aromatische Köstlichkeit ein ewiger Geheimtipp. Nach weiteren Gläschen Geheimtipp entscheidet sich die Runde, die Schweizer Fahne nicht umständlich bei Wind & Wetter auf dem Sparrenburg-Turm hochzuziehen, sondern mit großem Tschingderassa-Tusch in der Wirtsstube vor unsere Kameralinse zu halten. Sieht doch auch ganz schick aus, oder?

Übrigens verraten wir Ihnen erst morgen, warum Simon und René überhaupt nach Bielefeld gekommen sind. Wir planen nichts weniger, als einen detaillierten Fotoroman über den Reisegrund unserer exotischen Gäste zu veröffentlichen. Verraten wird heute nur soviel: Es geht um genau dies Kotzbecken. Sie hegen Zweifel? Dann warten Sie mal ab, was Sie morgen hier erwartet.

---> Restaurant Sparrenburg, Am Sparrenberg 38a, 33602 Bielefeld

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